Es war einmal vor vielen Generationen, die Menschheit stand in ihren Anfängen, da war ein Wesen, dass zwischen zwei Spezies wankte. Das Wesen wusste nicht ob Affe, ob Mensch es seien wollte. Nein eigentlich wusste es nicht mal was ein Mensch überhaupt ist, es scherte sich wohl kaum um die Bedeutung die es für folgende Generationen haben würde. Wir wollen dieses Wesen einfach mal Gutsy nennen, ob es sich selbst einen Namen gab ist ungewiss.
Dieser kleine Affe hatte alles was man von einem jungen Affen erwartet. Temperament, schläue und viele Flausen im Kopf. Er war vermutlich noch nicht sehr alt, eventuell 3 bis vier Jahre, als er entdeckte, dass man auch außerhalb von den Wäldern und der Ebene, Nahrung finden konnte.
Angelockt von ungeheurem Gestank ging Gutsy eines Morgens an den Strand, dorthin wo die vielen kreischenden Vögel flogen. Es war ein Geruch den Gutsy noch nie zuvor vernommen hatte, eine Mischung aus Fischkadavern, verrottenden Muscheln und Seetang. Diese Aromen verfehlten nicht ihre Wirkung. Schon zuvor hatte Gutsy verschimmelndes Obst gegessen, doch was hier lag roch weder nach den üblichen Kadavern, die Raubtiere zurück lassen, sondern viel süßer. Es hatte nichts beißendes. Was so riecht kann wohl kaum gefährlich sein oder?
Er ging also an den Strand. Und was er dort sah entzückte ihn. Der gesamte Boden war übersät von Muscheln, Würmern und kleinen Krebsen. Das Wasser stand heute niedrig und so bot das Gewässer den Vögeln ein Mahl. Gutsy hatte natürlich keine Ahnung, dass es Muscheln waren die er sah, er hielt es für Nüsse. Nüsse hatte er schon oft gesehen und die schmeckten ihm außerordentlich gut. Also spurtete unser kleiner Affe ans Wasser, schnappte sich so viele “Nüsse” wie er tragen konnte und hopste zurück in den Wald.
In seinem Lieblingsversteck, unter einem riesiegen Baum, brach er die Muscheln auf. Da er ja noch nie eine Muschel gesehen hatte, erschrak er ein wenig, bevor er sich ein Herz fasste und das Innere dieser Muschel aß.
Es schmeckte salzig und ein wenig klebrig. Das klebrige erinnerte ihn an gärendes Obst aber salzige Geschmack mundete ihm sofort. Es war schon lustig dass sich eine salzige “Made”, in seiner “Nuss” fand. In der Hoffnung dieses Aroma noch einmal zu genießen, öffnete er die nächste Muschel, in der natürlich auch wieder ein schleimiges Etwas zu finden war. Als er alle aufgegessen hatte, holte er Nachschub. So war er der jenige der mit einem mutigen Schritt aus dem Wald, eine Ära von mutigen und erfolgreichen Schritten einleiten würde, inklusive dem Schritt, den ein Nachkomme von ihm etwa 4-3 Millionen Jahre später auf dem Mond wagen sollte. Was er auch nicht wusste war, dass die Schritte folgender Generationen sich bald nur noch auf zwei Beinen begrenzen würden.
All dies kümmerte ihn nicht. Gutsy war nur begierig darauf seiner Sippe die neue Futterstelle zu zeigen. Also ging er zu seinem Vater dem Stammvater und Boss der kleinen Affenbande. Er hatte einen grauen Rücken und mehrere Narben, die er aus Kämpfen mit Artgenossen und Fressfeinden davon getragen hatte. Als Gutsy so aufgeregt auf den Boss zu kam, wagte dieser nicht seinem Sohn zu widersprechen, sondern folgte ihm neugierig. Neugierde war in dieser Sippe genau so verbreitet wie die Streitlust und die Treue. So trabten der Boss, seine erste Frau, der Nachfolger vom Boss und der Üble sproß eines entfernten Verwandten mit Gutsy runter zum Wasser, um sich dort die vielen Nüsse an zu schauen. Sie waren alle etwas ängstlich doch letztendlich überwog die Neugierde.
Der hässliche argwöhnische Cousin Gutsys, wir wollen ihn Bill nennen der auch mit ans Wasser gekommen war, versuchte alle anderen von dem Futterplatz zu verscheuchen. Bill mahlte sich bereits aus wie er die Macht an sich reissen könnte wenn er es nur schaffen würde diesen Platz unter seine Regentschaft zu bringen. Natürlich kahm er nicht gegen den Boss an, der ihn in seine Schranken verwieß. Bill aber gab nicht auf, er beschloss einen strategischen Rückzug, er wollte für seine Auseinandersetzung mit dem Boss erst eine günstigere Gelegenheit abwarten.
Nachdem sie sich alle den Magen voll geschlagen hatten, gingen sie wieder in den Wald um ihren Angehörigen von der neuen Futterquelle zu berichten.
Dem Boss kam der Gedanke dass er ja schon recht alt war und so wollte er seine Sippe natürlich auch für die Zukunft gut versorgen. Er setze sich also durch und die gesamte Affenbande siedelte sich am Strand an. Noch nutzten sie die Bäume um unter großen selbst gebauten Blätterburgen zu nächtigen doch bald sollte sich ihr Schicksal kolossal ändern. Als Gutsy nach diesem ereignisreichen Tag endlich ein schlief, träumte er von seinem neu entdeckten Futter und von dem Strand, der so schön war dass er ihn nie wieder verlassen wollte.
Noch vor Sonnenaufgang verschied der Boss, er ging in seinen Wald um zu sterben. Das letzte was der Boss sah waren die funkelnden Augen von Bill in der Dunkelheit. Er würde seine Regentschaft antreten und es gab niemanden mehr der ihn daran hindern konnte…
Fortsetzung folgt!
Ich werde versuchen nun jeden Mittwoch eine Folge vom kleinen Wasseraffen hoch zu laden. Wenn ich die Zeit finde und nicht wieder mein Internet spinnt schon früher.


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